Norwegisches Glücksspielmonopol bleibt nach vierjährigem Rechtsstreit bestehen
Ladbrokes darf sein Glücksspielangebot nicht in Konkurrenz zum norwegischen Monopol anbieten. Das ist das Urteil, welches das Bezirksgericht Osloer gestern nach einem vierjährigen Rechtsstreit verkündete.
Der britische Buchmacher Ladbrokes bemühte sich 2004 vergeblich um eine Glücksspiellizenz in Norwegen. Nachdem diese Lizenz verwehrt wurde, strengte Ladbrokes ein Gerichtsverfahren gegen Norwegen mit der Behauptung an, dass dies dem Vertrag von Rom, den EU-Direktiven und dem EFTA-Abkommen widerspricht.
Das gestern verkündete Urteil befand, dass die norwegische Gesetzgebung bezüglich des Glücksspiels vollkommen mit dem EFTA-Abkommen und den europäischen Verpflichtungen in Einklang steht.
Ladbrokes wurde auch dazu verurteilt, die Gerichtskosten des norwegischen Staates in Höhe von 1,1 Millionen Norwegischen Kronen (circa € 132,000) zu übernehmen. “Dieses Urteil ist ein bedeutender Sieg für die Rolle Norwegens als Wohlfahrtsstaat und für die norwegischen Glücksspielgesetze”, sagte der Kulturminister Trond Giske.
Das Bezirksgericht Oslo entschied, dass “die momentan bestehenden Glücksspielgesetze die beste und effektivste Methode darstellen, um die Bürger vor den Gefahren des Glücksspiels zu schützen.”
,
“Dieses Urteil sendet auch eine wichtige Botschaft und stärkt die europäische Tradition, dass jedes Land die effektivste Kontrolle über den eigenen Glücksspielmarkt bieten kann”, fügte Herr Giske hinzu.
Lasse Dilschmann, der CEO von Ladbrokes Nordic, sagte: “Wir sind enttäuscht von diesem Urteil und werden die Entscheidung genau analysieren, bevor wir weitere Schritte tun. Wir werden auch in Zukunft staatliche Monopole, die unserer Meinung nach nachteilhaft für Spieler und Gesellschaft sind, anfechten.”